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Mehr Selbstliebe leben

Heute soll es um das Thema Selbstliebe gehen und was wir dafür tun können uns immer mehr anzunehmen, genauso wie wir sind und uns selbst wirklich zu lieben.

Jawohl! Nicht nur akzeptieren, sondern sogar richtig lieben!

Vor ein paar Monaten musste ich im Rahmen einer höheren Führungsbesetzung in meinem Unternehmen ein Assessment durchlaufen. Unter anderem auch ein Persönlichkeitstest, wo mir bestimmte Fragen gestellt wurden, die ich dann mit Ja oder Nein beantworten sollte. Eine Frage beeindruckte mich besonders, obwohl sie eigentlich so simpel ist. Der Psychologe fragte mich:

Mögen Sie sich?

Ich überlegte für wenige Sekunden und entgegnete kurz und wohl auch etwas verdutzt: "Äh ja" (Hätte ich hier Nein gesagt wäre das auch echt nicht passend gewesen). Der Psychologe erzählte mir daraufhin, dass er wirklich schon Leute erlebt habe, die auf diese Frage im Assessment mit Nein geantwortet haben. Ich fand das damals echt krass! Gestandene Bewerber ,die sich auf eine verantwortungsvolle Führungsposition bewerben, Mitarbeiter führen und motivieren und auch ein Vorbild sein sollen, beantworten de Frage, ob sie sich selbst mögen, mit Nein. Wie traurig!

 

Aber was kann man tun, um sich zu mögen, ja sich selbst zu lieben?

Von heute auf morgen wirst du es sicherlich nicht schaffen. Das wäre wohl auch zu einfach. Aber jeden Tag daran zu arbeiten wird sicherlich schon bald Früchte tragen.

 

Vergleiche dich nicht mit anderen

 

So oft schauen wir darauf was die anderen machen, wie sie aussehen, wie toll sie gekleidet sind oder welche tollen (Yoga)Fotos sie auf Instagram stellen und wie oft dieses dann gelikt wird.

Ich ertappe mich ehrlich gesagt öfter dabei.

Nein, wir sollten uns nicht nach den Anderen umschauen, nicht bewerten. Sondern auf uns selbst achten, unsere Einzigartigkeit erkennen und diese lieben und leben.

Wenn wir den Blick weg von anderen Menschen (im Hinblick auf Vergleichen und Neid) abwenden wird es uns besser gehen.

 

Dankbarkeit

 

Über die Dankbarkeit habe ich hier schon mal etwas geschrieben.Und auch zum Thema Selbstliebe passt es wieder perfekt.

Dankbarkeit verändert so vieles. Es lenkt vom Äußeren ab. Wenn wir lernen dankbar durch unser Leben zu gehen werden wir auch uns selbst mehr lieben können.

Schau dir doch einfach nur mal deinen Körper an und welche einzigartigen Funktionen er hat. Du kannst sehen, riechen, schmecken, atmen, laufen... Ich könnte jetzt noch unzählig mehr aufzählen. Wenn du dir das täglich bewusst machst und es dir in Zeiten, in denen es dir mal wieder schwer fällt verinnerlichst, wird es dir leichter fallen dich und deine Einzigartigkeit zu erkennen. Du bist ein Wunderwerk, ich bin ein Wunderwerk und jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten. WOW!

 

Affirmationen

 

Affirmationen können in jedem Lebensbereich Veränderungen herbei führen. Affirmationen sind posititive bejahende (Glaubens-)Sätze, die man sich selbst immer wieder aufsagt und somit seine Gedanken umprogrammiert.

Sie sollten mehrfach wiederholt und gerne auch laut ausgesprochen werden. Dies bewirkt, dass sich unser Denken und Fühlen Stück für Stück verändert. Ängste, Unsicherheiten und negative Verhaltensweisen können somit abgebaut werden.

 

Hier ein paar Beispiele, die du in Bezug auf Selbstliebe anwenden kannst:

"Ich liebe mich und akzeptiere mich, so wie ich bin"

"Ich liebe meinen Körper und all seine einzigartigen Funktionen"

"Ich bin wertvoll und geliebt"

"Ich bin von Liebe umgeben: Ich empfange stets Liebe"

 

Lobe dich

 

Viel zu oft kritisieren wir uns selbst. Wir stehen morgens auf, schauen in den Spiegel, sehen den verschlafenen Blick und die Augenringe und ärgern uns, dass wir es gestern wieder nicht geschafft haben früher ins Bett zu gehen.

Bei dem klärenden Gespräch im Team auf der Arbeit hätten wir mal offen Stellung beziehen sollen und den Anruf der Eltern schieben wir auch schon eine Woche vor uns her.

Wir "meckern" immer wieder mit uns selbst und fokussieren uns auf die negativen Dinge, auf das was nicht so gut läuft oder was wir alles noch tun sollten.

Aber wie wäre es, sich mal auf das Positive zu konzentrieren?

Was heute alles gut lief, was wir alles geleistet haben, die vielen kleinen schönen Momente die wir erlebt und gelebt haben.

Und uns dafür anzuerkennen, und jawohl, uns auch mal stolz auf die Schulter zu klopfen!

 

Fordere und fördere dich

 

Was machst du gerne? Was sind deine Begabungen? Was kannst du besonders gut? Was fällt dir richtig leicht? Bei welchen Tätigkeiten empfindest du Freude und Begeisterung?

Überlege dir das mal und schreibe es am besten auf. So findest du heraus, für was dein Herz brennt. Denn nur wenn wir auch wirklich wissen, welche Dinge uns Spaß machen und mit was wir unsere Zeit verbringen wollen, können wir daran wachsen und immer besser darin werden. Und wir lernen uns dadurch immer besser kennen und lieben.

 

Achte deinen Körper

 

Wie fühlst du dich gerade? Was brauchst du? Ruhe und Entspannung, Bewegung, gesunde Nahrung?

Schau hin, höre hin, was dein Körper dir sagt, und dann tue es!

Gönne dir ne Pause, gehe eine Runde joggen oder esse einen frischen Salat. Mache das, was dir gerade gut tut, heute und jetzt.

 

Sei geduldig

 

Einer der wichtigsten Punkte! Sei geduldig mit dir. So oft mühen wir uns ab, wollen uns verbessern und wenn es uns nicht zu schnell geht, sind wir enttäuscht, so auch in der Liebe zu uns selbst. Aber gleich wie eine menschliche Beziehung wachsen und reifen muss wie ein guter Wein, so auch die Selbstliebe. Und das braucht Zeit.

Gebe dir die Zeit, sei sorgsam mit dir, verurteile dich nicht, gehe behutsam mit dir um, denn du bist es wert.

 

Ich wünsche dir ganz viel (Selbst) Liebe.

Miriam

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